Elternberatung

Elternberatung – Der Schlüssel zur Entwicklung Ihres Kindes

Kinder entwickeln sich nicht isoliert. Sie wachsen in einem System auf – und dieses System beginnt bei Ihnen als Eltern. Sie gestalten den Alltag Ihrer Kinder wie ein Architekt: Sie regulieren emotionale Zustände. Sie geben Ihrem Kind Struktur. Sie organisieren entwicklungsfördernde Hobbys und Sportarten, ohne dass man sie Therapie nennen muss.

Ihre Kinder nehmen Sie wahr und Sie schauen Ihnen zu: Kein therapeutischer Termin hat so viel Einfluss wie das, was täglich zu Hause geschieht.

Schwerpunkte der ADHS-Elternberatung

Ihr Kind besser verstehen

Gehirngerechte Förderung

Viele Kinder, die heute als unruhig, impulsiv oder schwierig beschrieben werden, bringen ein besonders aktives und schnelles Gehirn mit. Dopamin ist dabei der Botenstoff, der genau das hervorbringt:

Sie sind neugierig, bewegungsstark, reagieren intensiver auf Ihre Umgebung und denken oft schneller als andere Kinder.

In der Elternberatung lernen Sie, wie Sie die passenden Rahmenbedingungen schaffen können, um Ihr Kind optimal zu fördern.


Verstehen, was wirklich passiert

Nicht jedes auffällige Verhalten ist zwangsläufig ADHS. Auch Unruhe oder Aggression sind zunächst natürliche Ausdrucksformen von mehr Energie. Das liegt häufig nicht an einem „Defizit“, sondern an einem sehr aktiven Gehirn bei noch unzureichender Steuerung.

Kinder mit hoher Dopaminaktivität zeigen:

  • hohe innere Aktivität und Wachheit
  • schnelle Ablenkbarkeit
  • starke Impulse
  • Schwierigkeiten, Dinge zu Ende zu bringen

Der Bereich für Konzentration, Impulskontrolle und Selbstorganisation muss sich erst durch Training entwickeln – und kann gezielt durch strukturierte Übung aufgebaut werden. ADHS können wir daher als einen Trainingszustand des Gehirns verstehen.

Klare Strukturen im Alltag aufbauen

Der entscheidende Hebel: die richtigen Rahmenbedingungen

Entwicklung entsteht im Alltag.

Struktur:
Klare Abläufe und Wiederholungen geben Sicherheit und fördern Selbstorganisation. Manche Kinder brauchen mehr Begleitung in der Selbstorganisation. Manchmal braucht es Checklisten und häufigere Wiederholungen.

Umfeld und Schule:
Oft steht schnell das Kind im Fokus. Dabei spielen auch Lernumgebung, Anforderungen und Reizdichte eine entscheidende Rolle. Manchmal kann die Beziehung des Lehrers zu dem Kind gestört sein oder das pädagogische Konzept passt nicht.

Entstressung und Emotionale Regulation

Emotionale Regulation der Eltern

Innere Erregungszustände und Emotionen sind hochgradig infektiös. Sie übertragen sich in Sekunden auf den Beobachter. Kinder reagieren daher weniger auf Worte – sondern vor allem auf die emotionalen Zustände und Verhaltensweisen ihrer Eltern.

Ruhe, Klarheit und Präsenz der Eltern wirken daher direkt stabilisierend auf das Kind – genauso wie Stresszustände und Konflikte der Eltern erhöhte Impulsivität auslösen können.

Eltern werden damit zum stabilisierenden Hauptfaktor im Alltag – wenn Sie reguliert auf Ihr Kind reagieren können. Und manchmal müssen Eltern das trainieren.

Die Energie Ihres Kindes sinnvoll lenken

Entwicklung ist möglich

Das Gehirn Ihres Kindes ist formbar. Durch Wiederholung und gezielte Impulse entstehen neue Strukturen (Neuroplastizität).

Was heute chaotisch wirkt, kann sich in Stabilität und Klarheit verwandeln. Wir zeigen Ihnen, wie das geht. Bewegung ist dabei ein wesentlicher Entwicklungsbooster.


Die Bewegungspille

Bewegung ist keine Ergänzung – sie ist eine Voraussetzung für Entwicklung. Gerade jüngere Kinder benötigen daher ein überdurchschnittliches Maß an Bewegung, um diesen Strukturaufbau zu fördern. Kinder mit ADHS-Symptomen benötigen deutlich mehr Bewegungserfahrungen.

Über Bewegungen werden die Hirnareale besonders stark aktiviert, die für Selbstorganisation, Gedächtnis und Konzentration zuständig sind.

In der Elternberatung zeigen wir Ihnen, wie Sie die richtigen Trainings organisieren können.

Damit aus Unruhe, Impulsivität und Überforderung
Fokus, Kreativität und Handlungskraft entstehen.

Beratungstermin vereinbaren
Familie lacht kopfüber

Elternberatung – Der Schlüssel zur Entwicklung Ihres Kindes

An erster Stelle steht für uns die Entstressung von Eltern und Kind!

Lernen Sie, ihr Kind zu begleiten sowie ihre Selbstheilungsfähigkeiten zu fördern und zu erhalten. Ziel ist, dass Sie Ihr Kind besser verstehen können, eine optimale Lernumwelt schaffen.

Im Elterntraining und der Elternberatung möchten wir Ihnen zunächst näher bringen, nach welchen Regeln, das Gehirn Ihres Kindes funktioniert. Wie Sie sicherlich erfahren haben, bringen häufige Ermahnungen, Aufzählung von Fehlverhalten, Strafe und Strafandrohung relativ wenig. Die Natur der Bedürfnislage Ihres Kindes ist hier oft stärker. Denn es gibt eine Bedürfnishierarchie und damit bestimmte Reihenfolgen, die Sie einhalten müssen, wenn Sie „gehört“ werden wollen.

Wenn Sie jedoch verstanden haben, was in dem Gehirn Ihres Kindes passiert, sind Sie in der Lage, optimal auf Ihr Kind zu reagieren. Das hat zur Folge, dass es sowohl Ihnen als auch Ihrem Kind deutlich besser geht! Das ist eine sehr positive Erfahrung durch die Sie erfahren können, welch verborgenen Fähigkeiten in Ihrem Kind stecken.

Eine Situation zu erschaffen, in der das Kind reguliert bleibt und in seinem Entwicklungsprozessen optimal gefördert wird, kann Ihnen nun deutlich leichter fallen.

Sie als Eltern werden bei diesem Prozess beraten und im Umgang mit dem Kind angeleitet. Dies erscheint wichtig, da insbesondere ausgleichende Schwerpunkte auf der Eltern-Kind Beziehung liegen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

0221 – 9354 8060

KINDER MIT ADHS

LERNEN UND KONZENTRATION

Ja! Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsdefizite sorgen für Probleme beim Lernen und in der Konzentration.

BEWEGUNGSWÜNSCHE

Gerade Kinder mit ADHS sind immer in Bewegung. Finden Bewegungen nicht ausreichend oder zu einseitig statt, kann Stress und Unruhe die Folge sein.

POSITIVE EIGENSCHAFTEN

ADHS birgt auch viele Entwicklungschancen. Viele Kinder besitzen oft ganz außergewöhnliche Fähigkeiten.

Therapiephasen

Die 5 Phasen der ADHS-Therapie

Unsere ADHS-Therapie gliedert sich in 5 Phasen, wie auf folgendem Schema dargestellt:

1. Phase: Das Elterngespräch, Aufklärung, Problemklärung

Zu Beginn ADHS-Therapie findet ein Erstgespräch mit Ihnen, den Eltern statt. Ziel dieses Gesprächs ist, dass Sie als Eltern die Problematik des Kindes aus Ihrer Sicht schildern und ein erstes fachliches Verständnis entwickeln können.

Schon in der ersten Stunde kann durch gezielte Fragen des Therapeuten die Problematik etwas näher umgrenzt werden. Des Weiteren werden Sie als Eltern über die Problematik, Symptomatik und die grundlegenden Ursachen einer Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung aufgeklärt. Im Zuge dessen erfahren Sie, welche Maßnahmen Sie bereits schon selbst ergreifen können, um die Entwicklung Ihres Kindes bestmöglich zu fördern. Des Weiteren erfahren Sie mehr über die Hirnfunktion und die Therapiemöglichkeiten von Hyperaktivtät und Aufmerksamkeitsstörungen.

Diagnostik: Lernfähigkeit, Symptomatik und Bewegungsanalyse

In der zweiten Einheit, die ggf. parallel zum Elterngespräch stattfinden kann, testen wir, ob Ihr Kind die allgemeinen Diagnosekriterien einer ADS oder ADHS erfüllt. Zudem werden Konzentrations- und Gedächtnis – Leistungstest durchgeführt. Ein wichtige Module sind zusätzlich die EEG-Analyse, Bewegungsanalyse und die Verhaltensanalyse.

Mit diesen Daten haben wir die Möglichkeit, die späteren Fortschritte der Therapie messbar zu machen, sodass die Fortschritte Ihres Kindes dokumentierbar sind.

Phasen Diagramm
Bewegungstraining Phase 2

2. Phase: Beginn des Neurofeedbacktrainings & Funktionalen Bewegungstraining

In der zweiten Phase findet die Übergabe und der Start des Neurofeedbacktrainings und des Funktionalen Bewegungstrainings statt. Ihr Kind wird mit speziell geschulten Bewegungstrainern dreidimensionale Bewegungen in einem spezifischen Bewegungsraum durchführen und ein Neurofeedbacktraining durchführen.

Die Bewegungen sind für die Kinder hochstimulativ und gleichzeitig neurofunktional. Das bedeutet, die Bewegungen schaffen neurologische Grundlagen zur Selbststeuerung. Über das Neurofeedbacktraining kann dieser Prozess auf andere Tätigkeiten übertragen und ergänzt werden. Ihr Kind erlebt sich nicht als Patient, sondern erfährt neue, interessante Bewegungserfahrungen.

Durch den Einbau von Elementen aus dem Parkour-Sport erlernt Ihr Kind zu balancieren, Hindernisse zu überwinden und kreative Geschicklichkeit aufzubauen. Die Erfahrung der Selbstwirksamkeit und das Erlernen von Selbstkontrolle steht hier im Vordergrund.

Neurofeedback Phase 3

3. Phase: Aufbau von neurologischen Voraussetzung zur Selbststeuerung

Durch die Kombination von Neurofeedback und komplexen Bewegungseinheiten kommt es nachweislich zur Vernetzung und Neubildung von Neuronen (Nervenzellen) in den Bereichen, die bei der ADS und der ADHS maßgeblich dysfunktional beteiligt sind.

Die Folge ist die Erschaffung von neurologischen Voraussetzung für eine verbesserte Hirnleistung, Selbstberuhigung, Sozialverhalten, Zunahme an Konzentration und Gedächtnis sowie die Regulation von Gefühlen.

Häufig reichen diese Maßnahmen schon aus, um eine längerfristige Veränderung bei Ihrem Kind zu bewirken. Hierbei werden ähnliche Effekte wie durch die Gabe mit Ritalin erreicht, allerdings anhaltend und ohne Nebenwirkungen.

Achtsamkeitstraining Phase 4

4. Phase: Achtsamkeitstraining und Coaching der Eltern

Um die Voraussetzung optimal nutzen und ausbauen zu können, werden nun im Anschluß an die Bewegungseinheiten erste Übungen der Konzentration und Achtsamkeit begonnen. Ihr Kind lernt nun seine Fähigkeiten auf Basis des vorausgegangen Trainings auszubauen noch konkreter nutzbar zu machen.

In mehreren Schritten lernen Betroffene nun, die Aufmerksamkeit nicht nur auf innerer Prozesse zu lenken, sondern auch über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten. Über das Training von Konzentration und Meditation ist es dann möglich, längerfristig in die Ruhe und damit Selbstkontrolle zurückzukehren. Entscheidend ist hierbei die Berücksichtigung der richtigen Reihenfolge von der Bewegungsentwicklung zum Aufbau von neurologischen Voraussetzung bis hin zur Kompetenzentwicklung der Selbstkontrolle.

Parallel findet ein psychologischen Coaching der Eltern statt, damit Erziehungsstil und Training Zuhause aufeinander abgestimmt werden können. Signalwirkung und Körpersprache werden hierbei soweit optimiert, dass das Kind in seinem häuslichen Umfeld immer wieder in seinen natürlichen Regulationsmechanismus zurückgeführt werden kann.

Übertragung Umfeld Phase 5

5. Phase: Übertragung der Erfolge in das heimatliche Umfeld

Gemeinsam mit den Bewegungstrainern werden die Trainingsprozesse in das heimatliche Umfeld übertragen. Hierfür nehmen die Eltern am Bewegungstraining teil und werden aktiv mit eingebunden. Dann besuchen die Trainer die Familie Zuhaue.

Im heimatlichen Umfeld suchen die Trainer einerseits geeignete Bewegungsstätten (Spielplätze, Freizeiteinrichtungen, Zuhause) und trainieren Sie und Ihr Kind darin, auch in Ihrem Zuhause die Übungen mit ihrem Kind fortsetzen zu können.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

0221 – 9354 8060
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